Tanzraum Herisau - Der Raum für Bewegung, Tanz, Performance Tel. 071 352 56 77 - 079 463 85 43
 

 

„Sospiri" Rigolo Tanztheater
verschoben auf
26. und /27. März 2021
 
Sospiri - „Seufzer“ - sind 13 Szenen getanzt, gesielt, artistisch performt, dargestellt mit einer weissen Feder und 13 Palmblattrispen. Das Stück erzählt Episoden aus dem Leben. Drei junge Frauen suchen nach ihrem Platz auf dieser Welt -  nach ihrer Bestimmung. Die weltberühmte Sanddorn-Balance erhält einen besonderen Platz im Stück. Das Resultat ist en faszinierendes Objekt-tanz-Theater.
Reservationen direkt bei   www.rigolo.ch

Cie. GangWERK mit "grundRAUSCHEN" Sonntag 9. Mai 2021 18:00 Uhr

 

 

 

grundRAUSCHEN

Still! Hören Sie das Nichts?

Grundrauschen ist der Geräuschteppich eines Gerätes, das kein Nutzsignal führt.
Stille: die Abwesenheit von Einzelgeräuschen, Tönen in diversen Lautstärken, Höhen oder Qualitäten.

Wie nehmen wir Stille wahr? Dieses empfindliche Gebilde, das sich bei einem Annäherungsversuch im selben Moment verflüchtigt. Grundrauschen ist entleerte Aktion. Ist es deshalb das Andere der Stille? Beide Phänomene beziehen sich auf den Hörsinn und die visuelle Wahrnehmung. Beide sind isoliert betrachtet aussagelos, in ihrer Erscheinung gegenteilig.

Eines ist jedenfalls klar: Grundrauschen und Stille sind allgegenwärtig und unüberhörbar. Zwei Antipoden, die sich nicht festhalten und fassen lassen.

Oder etwa doch?
Lassen Sie uns hinhören - still sein: ruhend, rauschend, sprachlos und fasziniert.

Die Compagnie GangWERK erforscht mit der Vielfältigkeit ihrer Akteure tänzerisch, musikalisch, erzählend und dokumentarisch die Fakten und den poetischen Gehalt zweier Phänomene, denen wir uns nicht entziehen können oder wollen.

Ein klang- und bewegungsvoller, poetischer Hör-Spiel Abend.

 

Credits:

Konzept/Idee: Anne Dauberschmidt
Regie: Nicole Erbe
Performance/Choreographie: Vanessa Wüst, Anne Dauberschmidt Sound: Augustin Martz
Mediale Szenographie/Ausstattung: Livia Kneubühler
Voice Over: Juliane Pempelfort 

"Tanzfaktor" mit 5 Kurzstücken

Reso Tanznetzwerk Schweiz,  1. Mai 2021, 20 Uhr    neues Datum!                                                                                                                Fünf spannende und abwechslungsreiche Kurzstücke werden von jungen Tänzerinnen und Tänzern aufgeführt, die den Nachwuchskompanien des Reso, Tanznetzwerk Schweiz angehören. Die Tänzerinnen und Tänzer stammen aus der gesamten Schweiz und gehören dem Tanzfaktor an. Die fünf Kurzstücke wurden von einer anerkannten Jury von insgesamt über 70 Stücken auserkoren.

 

 

"Imagina Frame"

Manel Salas Palau

Zürich

 

"Bastard"

Rottier,Wretemark,Zuber

St.Gallen

 

"Mmmh?!"

Jenna Hendry

Zürich

 

"Molecutrio"

Collectif OUINCH OUINCH

Lausanne

 

"Tombés"

Tamara Gvozdenovic

Neuchâtel

 

"Imagina Frame"

Manel Salas Palau

Zürich

 

Imaginarium Frame

Welcome to Imaginarium Frame! Manel Salas Palau lädt sein Publikum zu einem unkonventionellen Erlebnis ein. Er nimmt es mit auf eine Reise zwischen dem Realen und dem Imaginären und beherzt erforscht er dabei auch das Unvorhersehbare. Er definiert den Raum immer wieder neu, wobei sich die Elemente der Show beliebig umgestalten. Mit absurden Humor und viel menschlicher Wärme führt er uns durch seine Performance und spielt dabei mit unserer Wahrnehmung eines Stückes und unseren Gewohnheiten als Zuschauer.

 

Manel Salas Palau begann seine Hip-Hop Karriere in Barcelona. Er interessiert sich für Pantomime, Improvisation, Butoh und Akrobatik. 2008 absolviert er die Tanzschule Codarts in Rotterdam. Er tanzte dann mit zahlreichen Compagnien in der Schweiz und international. 

"Bastard"

Rottier,Wretemark,Zuber

St.Gallen

 

Bastard

Drei Tänzer in einer nüchternen Umgebung. Mit der Ausdruckskraft ihrer Körper übertragen sie das Unbehagen und die potentielle Gewalt innerhalb einer Gruppe. Wie wird Unbehagen dargestellt? Was tun mit dem Unbehagen anderer Leute? In einem wilden Tanz werfen die Tänzer ihre Körper in den Raum, schlagen sie und erbeben, von Krämpfen ergriffen, zum hypnotischen Pulsieren der Musik. In einer düsteren, unheimlichen Atmosphäre steht die Gruppe kurz vor der Explosion.

 

Choreographie & Performance: Victor Rottier, Cecilia Wretemark, Sebastian Zuber

 

 

Victor Rottier studierte am ArtEZ Hogeschool voor de kunsten in Arnheim, Niederlande. Anschliessend performt er beim Club Guy & Roni’s «Poetic disasters club» in Groningen. 2014 wird er Mitglied der Tanzkompanie am Staatstheater Kassel und arbeitet mit zahlreichen Künstlern. Seit 2014 ist Victor Rottier als Tanzlehrer und Choreograf in Deutschland, der Schweiz und der Niederlande tätig. Seit der Spielzeit 2018/19 arbeitet er als Rehearsal Director am Staatstheater Kassel.

 

Cecilia Wretemark studierte Tanz und Tanzpädagogik an der Iwanson International School of Contemporary Dance in München. Als Tänzerin arbeitete sie am Stadttheater Osnabrück, Stadttheater St. Gallen und Staatstheater Kassel. 2005 bildet sie zusammen mit Jasmin Hauck ein Choreografen-Duo und kreiert Tanzstücke für Schweizer Theater und Festivals. 2015 gründete sie die Tanzkompanie House of Pain - Physical Dance Theatre.

 

Sebastian Zuber absolvierte 2015 die Salzburg Experimental Academy of Dance. Anschliessend arbeitete er mit Eyal Bromberg und wurde Mitglied des «more than naked» Ensembles und war 2015 Mitbegründer des Yugsamas Movement Collective. Sebastian trat mehrmals am Zürcher Opernhaus auf und wurde 2016 als Tänzer am Staatstheater Kassel engagiert. Er ist zudem Choreograf, Produktions- und Workshopleiter.

"Mmmh?!"

Jenna Hendry

Zürich

 

Mmmh?!

Wie reagiert der Körper auf die Schärfe, die beim Kauen von rohem Ingwer entsteht? Wie kann die Säure einer Zitrone tänzerisch dargestellt werden? Welche Bewegungen verkörpern den süssen Geschmack von Karamell? Welcher Tanz entsteht, wenn sich diese Geschmacksrichtungen des Körpers bemächtigen? Die beiden Interpreten von Mmmh?! erforschen eine zugleich alltägliche wie auch universelle Erfahrung. Befreiend und überwältigend widerspiegeln die vielfältigen Reaktionen die Bandbreite der Nahrungsmittel, welche die Kulisse ausmachen.

  

Jenna Hendry studierte am Steps International Visa Program in New York und später an der Tanzschule Codarts in Rotterdam. Seit 2015 arbeitet sie als freischaffende Tänzerin u.a. für Andrea Boll, Irina Lorez & Co., Damotus!, Philipp Egli, Marie Alexis, Marisa Godoy, Natalie Wagner, Aleksandra Dziourosz und Wölfl/Neuer Tanz. 2019 hat Jenna zusammen mit Matilda Bilberg ihr eigenes Tanzstück I U M I am Fabriktheater Rote Fabrik kreiert.

 

Paola Madrid absolvierte die Mazatlan's Professional School of Dance in Mexiko. Sie arbeitete in Belgien und Mexiko mit u.a. Benjamin Vandewalle, Pietro Marullo, Delfos Dance Company, Claudia Lavista, David Zambrano, Yamíla Ríos, Lucas Condro, Tomislav English und Olivier Fredj. Daneben kreiert sie ihre eigenen Tanzstücke.

 

Paola di Bella schloss ihr Studium 2010 am Laban Centre in London ab und arbeitete mit zahlreichen Künstlern wie Tino Sehgal, Renan Martins De Oliveira, Pietro Marullo und Elsa Guenot in Brüssel, Paris, London und Freiburg. 2016 gründete sie zusammen mit Florian Vuille ihre eigene Compagnie Beauty Beast und kollaboriert mit anderen Künstlern und Künstlerinnen.

"Molecutrio"

Collectif OUINCH OUINCH

Lausanne

 

Molecutrio

Inmitten einer schillernden und jazzigen Lounge-Atmosphäre erscheinen Wesen aus einem anderen Universum. So beginnt ein kosmischer und verführerischer Tanz, bei welchem drei Figuren in Kreisen um eine rote Kapsel tanzen. Fliegende Untertasse oder Zeitmaschine? Bei jeder Drehung entwickelt sich ihre Geschichte, ebenso ihre Verbindungen, Beziehungen und Begegnungen. Dieser überwältigende Reigen steigert sich in einer spannungsgeladenen Atmosphäre zu einer wahrhaftigen Apotheose.

 

Konzept & Choreographie: Collectif Ouinch Ouinch

Performance: Marius Barthaux, Karine Dahouindji & Simon Crettol

Musik: Driver, The Eye of thruth; Kool & The gang, Summer Madness; Dimlite, Kalimba Deathswamp, Kurt Feelings; Mono/Poly, Ra Rise

 

 

Marius Barthaux studierte Literaturwissenschaft und absolvierte eine Ausbildung in Theater und zeitgenössischem Tanz. 2015 wurde er bei der Manufacture - Haute école des arts de la scène in Lausanne aufgenommen und schloss 2018 mit dem Bachelor «Zeitgenössischer Tanz» ab. Er debütierte mit einem Solo am Festival La Bâtie, war in der Saison 2018/19 Associated Artist am L’Abri und ist Mitbegründer des collectif Ouinch Ouinch. Er arbeitet mit dem Pariser Kollektiv La Grosse Plateforme, tanzt 2020 in der neuen Kreation von Nicole Seiler und nimmt am Projekt OPERALAB des Grand Théâtre de Genève teil.

 

Karine Dahouindji studierte am Conservatoire de Nîmes klassischen und zeitgenössischen Tanz und trat anschliessend dem Centre national de danse contemporaine (CNDC) in Angers bei, wo sie ihr nationales Diplom als Tänzerin erwarb. 2015 wurde sie an die Manufacture - Haute école des arts de la scène in Lausanne aufgenommen. Nach ihrem Abschluss arbeitete sie mit den Choreografen Béatrice Massin und Pierre Rigal in Frankreich, danach mit Maelle Gross in Genf zusammen. Sie ist Mitbegründerin des collectif Ouinch Ouinch und kreiert regelmässig eigene Stücke in der Schweiz und im Ausland. 2020 tanzt sie in der neuen Kreation von Nicole Seiler.

 

Simon Crettol ist autodidaktischer Waacking Tänzer (Tanzstil der Underground-Szene, auch bekannt als Clubbing), nimmt an zahlreichen Battles in ganz Europa teil und engagiert sich für die Verbreitung dieser Tanzkultur in der Schweiz. 2015 wurde er an die Manufacture - Haute école des arts de la scène in Lausanne aufgenommen. Während des Studiums kollaborierte er mit Choreografen wie David Zambrano, Thomas Hauert, Eugénie Rebetez und Gregory Stauffer. Seither kreierte er mehrere Kurzstücke, die im Rahmen des Festivals Les Printemps de Sévelin präsentiert wurden.

"Tombés"

Tamara Gvozdenovic

Neuchâtel

 

Tombés (Gefallen)

Inspiriert von Dantes Hölle ebenso wie von Jérôme Boschs Bildern ist dieses höchst körperliche Stück eine Darstellung verschiedenster Gestalten im Körper der Tänzerin. Mit beeindruckender Virtuosität macht sie den inneren Kampf sichtbar, mit dem sie emportauchen will. Die Bewegungen sind komplex, fein, präzise, sinnlich; dennoch scheitern die Versuche immer wieder: Tamara sucht den Übergang von der Grösse zum Fall und vom Verfall zur Wiedergeburt. Wir erleben die körperliche Verwandlung der Interpretin, den verstörenden, schizophren anmutenden Kampf. Flüchtige Bilder erscheinen: Vorstellungen von Hierarchie, Macht, Repräsentation. Welcher Teil von ihr wird die Oberhand gewinnen, aufsteigen, sich behaupten können?

 

Choreographie: Tamara Gvozdenovic

Performance: Tamara Gvozdenovic

Musik: Florence Bujard

 

 

Tamara Gvozdenovic wuchs in Cuprija und Neuchâtel auf und studierte in London, bevor sie nach Brüssel zog, wo sie heute lebt. In England arbeitete sie mit Rosemary Butcher und Simon Vincenzi und in Brüssel mit der Compagnie Peeping Tom. Seit 2016 kollaboriert sie eng mit der Schweizer Choreografin Tabea Martin als Tänzerin und choreografische Assistentin. 2017 gründete sie in Neuchâtel Le Facteur, ein Künstlerkollektiv für Tanztheater.

 

Florence Bujard wuchs in Lausanne auf, wo sie sich in klassischer und elektronischer Musik ausbildete. Sie lebt seit über zehn Jahren in Brüssel und komponiert für verschiedene Künstlerinnen und Film-Regisseure. Sie arbeitet seit 2016 mit Tamara Gvozdenovic zusammen und performt meist live auf der Bühne.